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Messen, Madrigale, Unika: Mehrstimmige Musik aus Kloster Neresheim in der Fürst Thurn und Taxis Hofbibliothek

Abstract

Die Benediktinerabtei Neresheim, im Osten der Schwäbischen Alb etwa 20 Kilometer südwestlich von Nördlingen gelegen, ist in der Kulturgeschichte vor allem wegen ihrer spätbarocken Kirche bekannt, die nach Plänen des Würzburger Hofbaumeisters Balthasar Neumann von 1750 bis 1769 gebaut wurde. Der lichtdurchflutete, von sieben Kuppeln überwölbte Raum gilt als »ein Stück Weltarchitektur«, eine letzte Glanzleistung des ausgehenden Barock und wurde in den 1770er-Jahren von Martin Knoller ausgemalt. Altäre, Kanzel, Taufstein und die bewegliche Ausstattung führte ab 1776 Thomas Schaidhauf im frühklassizistischen Stil aus. Erst nach der offiziellen Weihe am 9. September 1792 erhielt die Klosterkirche ein großdimensioniertes Orgelwerk des oberschwäbischen Orgelbauers Johann Nepomuk Holzhey. Das dreimanualige Instrument mit 48 Registern war sein letztes großes Projekt vor der Säkularisation der süddeutschen Klöster; nach einer Restaurierung in den 1970er-Jahren vermittelt es wieder einen Eindruck der ursprünglichen Klangpracht und wird für Einspielungen barocker Orgelmusik genutzt.

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Authors

Eichner, Barbara

Oxford Brookes departments

School of Arts

Dates

Year: 2019



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This RADAR resource is Part of Musikalische Schätze in Regensburger Bibliotheken (ISBN: 9783940768827)

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